Dresden

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Am 13. Februar findet in Dresden wieder einmal die härteste Opfershow Deutschlands statt. Nicht nur tausende Nazis werden da sein, um die Bombardierung Dresdens als Holocaust darzustellen. Auch die bürgerliche Rechte um die etablierten Parteien, Korporierte und die sogenannten Heimatvertriebenen marschieren jedes Jahr aufs neue und immer zahlreicher auf. Und auch wer sich von den offensichtlichen Nazis distanziert, ist noch lang nicht der Geschichtsverdrehung freigesprochen. Der CC beispielsweise zeigt nicht nur in Coburg immer wieder anschaulich, wo die Parallelen der Faschisten und der bürgerlichen Rechten liegen. Soldaten werden zu Helden stilisiert, die gefallenen der Weltkriege werden als Opfer der Alliierten oder ganz allgemeingültig „des Krieges“ betrauert und der Nationalismus der alten Couleur wird gefeiert. Dresden dürfte also auch im Milieu der Studentenverbindungen als großer Trauertag empfunden werden.

Für eine andere Sicht der Dinge hat der „ak abriss und kritik“ sich die Mühe gemacht, einen lesenswerten Faltflyer zu produzieren; dieser kann auch unter mythosundgeschichte.blogsport.de gelesen werden. Der Mythos der so zivilen „Kulturhauptstadt“ Dresden bröckelt beim Lesen!

Ein weiterer interessanter Artikel ist auf cara.blogsport.de erschienen. Dieser befasst sich mit der vorgespielten „Entpolitisierung“ des bürgerlichen Gedenkens.

Der sozialistische Bursche Schimmer

Oft werden Studentenverbindungen als das Bindeglied zwischen bürgerlicher Gesellschaft und faschistischen Gruppierungen bezeichnet. Tatsächlich bestritten wird das nie. Relativiert und entwertet wird diese Tatsache dagegen schon: man sei nur der Spiegel der Gesellschaft und das Vorhandensein verschiedener politischer Anschauungen wäre der Beweis für die demokratischen Grundsätze und den Pluralismus der Korporationen.
Die Burschenschaftlichen Blätter demonstrierten in ihrer Ausgabe 4/2009 eindrucksvoll, wie gut diese Toleranz auch gegenüber Nazis und deren Gedankengut funktioniert. Ein Interview sogenannter „intensiver innerverbandlicher Kritiker der NPD“ mit dem DB-Verbandsbruder und NPD-Abgeordneten des Sächsischen Landtags Arne Schimmer wird zum Dokument der deutschen Rechten. Das, was im Vorspann noch (mehr…)

Ein Volk, ein Reich, eine Schülerverbindung

 alt=Am 18. Januar steht bei der Thuringia Berlin, wie bei vielen Studentenverbindungen, der sogenannte Reichsgründungskommers auf dem Programm. Kommers heißt so viel wie Party, und die Reichsgründung, auf die hier angestoßen werden soll, bezeichnet den Akt der offiziellen Proklamation eines deutschen Volkes durch den damals neuen Kaiser. Worauf diese Volksgemeinschaft schon immer gedieh und die Korporierten noch immer schwören, ist der Krieg gegen einen gemeinsamen Feind.

Es muss die Idee der Herrschaft gewesen sein, die Menschen in Völker einzuteilen und unter diesem Begriff zu vereinen. So war es (mehr…)

En Garde! WKR-Ball anfechten!

Wie jedes Jahr haben wir auch wieder im Januar 2010 in Wien mit dem öffentlich tolerierten oder gar anerkannten WKR-Ball zu kämpfen. Im WKR (Wiener Korporationsring) sind mehr als zwanzig lokale Studentenverbindungen organisiert, die sich politisch in einem Spektrum zwischen „national-freiheitlich“, völkisch-deutschnational und offen rechtsextrem bewegen. Der Ball ist mit etwa 2.000 Besucher_innen nach eigener Angabe das größte couleurstudentische Event im deutschsprachigen Raum. Neben Korporierten treffen sich dort auch Politiker_innen von FPÖ und BZÖ, sowie Funktionär_innen etlicher rechter und rechtsextremer europäischer Parteien. Es wird deutlich, dass Studentenverbindungen – wie schon immer in ihrer Geschichte – als Bindeglied zwischen der bürgerlichen Rechten und dem Rechtsextremismus fungieren. Es gilt dieses europaweite Treffen von Deutschnationalen, Rechtsparteien und offenen Rechtsextremist_innen zu skandalisieren und dem WKR-Ball entschieden entgegen zu treten.

Deswegen können wir uns den Parolen der Österreichischen GenossInnen nur mit aller Deutlichkeit anschließen:

Deutschnationale Männerbünde auflösen!
Antisemitismus, Sexismus, Rassismus und Homophobie immer und überall entgegenarbeiten!
Für eine Gesellschaft jenseits kapitalistischer Herrschafts- und Verwertungszusammenhänge!

Für detaillierte Informationen hier oder „mehr“ klicken: (mehr…)

Hamburg ganz weit vorn

Referenz1: http://www.keine-stimme-den-nazis.org/
Referenz2: http://de.indymedia.org/2009/11/267436.shtml

Vergangenes Wochenende gelang dem Hamburger Bündnis gegen Rechts (HBgR) ein gut gezielter Schlag ins Gesicht der Korporationsszene, der gerne mit dem Prädikat Vorbildlich bezeichnet werden darf und auch in Coburg fast mit Neid zu betrachten ist. Mit einem offenen Brief an Betreiber von Veranstaltungsräumlichkeiten meisterten es AktivistInnen, den Verbändekommers der „Vereinigung Hamburger Akademikerverbände“ zu sabotieren und faschistische Elemente des Verbindungswesen offenzulegen. Betroffen ist auch der Coburger Convent.

Hamburgs Korporationen mögen mit ihren intelligenzlerischen Floskeln zwar ebenso bunt daherkommen, wie die Fahnen des Coburger Convents selbst, düften dieses Bild dank der aktuellen Publikationen jedoch nichtmehr allzu widerspruchslos aufrecht erhalten können. Viele Fakten werfen ein braunes Licht auf die Männerbünde der Hansestadt, welches über zahlreiche Verbindungen bis in den entferntesten Winkel ihres gelobten Reiches scheint.
Da wäre zunächst besagte „Vereinigung Hamburger Akademikerverbände“, kurz VHA. Wie der Name schon erahnen lässt, besteht der Anspruch, alle Hamburger Studentenverbindungen unter einen Hut zu bringen. Dankend greifen wir das auf: Neben zahlreichen unscheinbaren Verbindungen – selbstverständlich mit dem Toleranzprinzip und gegen jeden Extremismus – finden sich dort beispielsweise auch die Turnerschaft Slesvigia Niedersachsen und die Landsmannschaft Mecklenburgia-Rostock – beide im Coburger Convent (CC). Letztere dürfte den Alten Herren des CC noch gut im nationalen Gedächtnis haften, sorgte sie doch 1993 für einen Eklat als sie bei der Coburger Totenehrung über ihren Redner Prof. Dieter Wiebecke die beispiellose Hingabe und Opferbereitschaft der 6. Armee in Stalingrad 1943 als vorbildlich auslobte. Auch heute noch findet sich zum Beweis der nationalistisch-völkischen Ideologie die Rede auf der Homepage der Mecklenburgia. Die weitreichenden Beziehungen zum neofaschistischen Lager manifestieren sich in den Mitgliedschaften des völkischen Multifunktionär Emil Schlee und des Nazi-Aktivisten Hanno Borchert, sowie in den Referentenlisten der Verbindung. Hier sei exemplarisch der Antisemitensolidarische ehemalige Brigadegeneral Reinhard Günzel genannt, der eben aus diesem Grund aus dem Wehrdienst entlassen wurde.
Ebenfalls belastend für alle Hamburger Verbindungen ist die zumindest formale Freundschaftsbeziehung zur einschlägig bekannten Burschenschaft Germania-Königsberg, deren Name die Bände spricht, die hier keinen Platz finden würden.
Hinzu kommt für die zwei CCer Slesvigia und Mecklenburgia, dass sie sich keinesfalls mit der formalen Natur der Beziehungen im recht großen VHA herausreden können; sie praktizieren im Hamburger Waffenring (HWR) mit der Germania tatsächliche Freundschaft. Dies zeigte sich im Falle der Mecklenburgia eindrücklich, als diese 2008 aus Solidarität mit den vom Verbändekommers ausgeschlossenen Nazis der Germania ebenfalls dem Treffen fernblieben.
Bezüglich des Toleranzprinzips im CC bleiben keine Fragen mehr offen. Der Extremismusbegriff wird offensichtlich von großen Teilen der Mitgliederschaft nur Links angewandt, der Rest übt sich in Toleranz gegenüber den Intoleranten. Wie sonst sind das festliche Zeremoniell und das freundschaftliche Trinken jedes Jahr zu Pfingsten in Coburg zu erklären?

Hamburg jedenfalls scheint erkannt zu haben, welche Couleur hier zu Gange ist. Nach dem offenen Brief des HBgR entschlossen sich die Hamburger Handwerkskammer sowie das Hotel InterContinental, das geplante Treffen der Verbindungen nicht zu emfangen. Das Antifaschistische Bündnis berichtet, dass die Handwerkskammer erklärte, man sei grundsätzlich für Veranstaltungen auf Basis der demokratischen Grundordnung offen. „Die Veranstaltung des Verbändekommerses passt nicht in diesen Kontext und findet bei uns nicht statt“.
Auch der geplante Ausweichort stand den Korporierten nicht offen. Begründung: „Das Management des InterContinental Hamburg distanziert sich von jeglichen Veranstaltungen des Verbändekommers der ‚Vereinigung Hamburger Akademiker-Verbände‘ (VHA).“ Das Treffen fiel somit einfach aus.
Dagegen erscheint Coburg in einem Licht, dass langfristig weder der Gastronomie noch der Bevölkerung gefallen und gut tun kann. Es ist erforderlich auch mit Ausblick auf das schnelle Geld gewisse Prinzipien neu zu überdenken und verantworlich zu handeln. Außerdem ist es eine Frage der Nachhaltigkeit, ob die Stadt auf alle Zeit und über die Grenzen hinweg zuallererst mit einem zweifelhaften Treffen deutsch-nationaler Männerbünde verbunden werden soll. Möglicherweise ist es noch nicht zu spät.

Auf allen Ebenen gegen die herrschende Logik – international

Der Kampf gegen den Coburger Convent ist auch immer der Kampf gegen Eliten. Aber auch die Bildungspolitik der bürgerlichen Parteien zielt darauf ab, die Gesellschaft in oben und unten zu Teilen. Angefangen bei der Unterteilung in Hauptschule, Realschule und Gymnasium bis hin zum kostenpflichtigen Studium wirkt alles darauf hin, die „Unterschichten“ von der Elite zu trennen. Der Bologna-Prozess tut sein übriges, um die Gesellschaft dem kapitalistischen Verwertungsprozess zugängig zu machen. alt=
Vollste Solidarität und beste Wünsche für einen erfolgreichen Widerstand gegen die Verwertungslogik gehen an die streikenden Studierenden in Österreich und Deutschland – vor allem an dieser Stelle an die FH Coburg, die Stolz sein kann, der Sache beigetreten zu sein. Wir begreifen unsere und eure Kämpfe als Einheit gegen den Kapitalismus und für eine befreite Welt jenseits von Elitedenken, Nationalismus und jeder anderen Form von Konkurrenzideologie.

Deutsche Opfer

 alt=Nicht nur beim CC wird das Heldentum der deutschen Soldaten großgeschrieben. Mittlerweile ist dieses gesellschaftlich tief verankerte Phänomen wieder bei der breiten Masse angekommen. Soldatengelöbnisse, Kriegsverdienstkreuze und der so genannte Volkstrauertag werden in den Medien und auf der Straße zelebriert. Sie alle sind Zeichen der staatlich forcierten Abkehr von der zivilen Gesellschaft hin zur militaristischen Volksgemeinschaft.
Ein wichtiger Faktor im Prozess der deutschen Militarisierung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK). 1919 versuchte er bereits, das in Folge des ersten Weltkrieges verhasste Soldatentum zu rehabilitieren. Zu diesem Zweck schuf der VDK den Volkstrauertag um die Soldaten zu Ehren, die – so ein oft zitierter Slogan – „sterben mussten, damit Deutschland lebe“. Seit dem ist dieser offizielle Feiertag der Tag der Reaktion: Reservisten, Soldaten, Korporationen, Alt- und Neonazis haben das Wort. Um so wichtiger ist der Volkstrauertag in der aktuellen Situation Deutschlands. In der Logik der Herrschenden muss ein Stück alter Ideologie wieder her, die es ermöglicht von Krieg zu reden ohne dass den Menschen dabei Bilder von Elend und Vernichtung vorschweben.
Zu diesem Anlass werden am 15. November in Berlin Neukölln Deutschlands treueste Schergen wie jedes Jahr im Garnisonsfriedhof Columbiadamm eine Opfershow inszenieren – Kameradschaft, Heldenmut und Vaterlandstreue inklusive.

Der Reaktion gilt es wie immer: Wegtreten! Geht sterben!

Für mehr Informationen sei der Aufruf zum Protest der Antifa Neukölln empfohlen. Durch hier klicken schlau werden!

Neuer Reader erschienen

Unter dem Titel ELITE UND UNTERTANEN – Stützen der Gesellschaft gibt die Antifa der Technischen Universität Berlin eine Broschüre gegen studentische Verbindungen heraus. Druckfrisch erschienen liegt dieser ansprechend gelayoutete A5-Reader querformatig bestens in der Hand. Neben einer knackigen Zusammenfassung der unrühmlichen Geschichte der Korporationen informiert er schwerpünktig über die Berliner Burschenschaften, das Frauenbild bei Verbindungen, allgemein über das Verbindungsleben und dessen begründende Ideologie sowie über den Coburger Convent (CC).
Insgesamt eine runde Sache, um den Basics im Bezug Untertanenelite auf die Spur zu kommen und das Bewusstsein für deren Umtriebe nachhaltig zu schärfen.
Erhältlich ist der Reader gegen Unkostenerstattung in gut sortierten Buch- und Infoläden oder beim Antifa deines Vertrauens – bald auch in Bayern!

Update: Repression

Wie wir erfahren, erreichen zur Zeit die ersten Strafbefehle Menschen, die bei der Demonstration gegen den Coburger Convent dabei waren. Für die Betroffenen:

-lasst euch nicht einschüchtern von Strafbefehlen, die viele hundert Euro betragen:

Strafbefehle sind meist viel höher angesetzt, als eine Verurteilung zur Folge hätte;
Strafbefehle der Staatsanwaltschaft werden nur rechtskräftig, wenn nicht fristgerecht Einspruch eingelegt wird. Dies sollte deshalb umgehend nach erhalt des Briefs passieren.

-Kontaktiert die Rote Hilfe, sie wird euch zu kompetenten und nicht überteuerten AnwältInnen verhelfen:

Nürnberg – Fürth – Erlangen Rote Hilfe e.V.
Regionalgruppe Nürnberg-Fürth-Erlangen
c/o Libresso
Postfach 81 01 12

90246 Nürnberg
0162 – 380 51 97
nuernberg[ät] rote-hilfe.de

-sprecht mit euren GenossInnen und coburgerconvent[ät] gmx.de:

Nur mit Rückhalt von FreundInnen kann man den Bedrohungen durch die Staatsmacht widerstehen. Widerstehen heißt Widerstand leisten. Widerstand auf allen Ebenen ist auch Pflicht für die, die nicht von den Bullen gecatcht wurden. Seid solidarisch! Es hätte Jede_n erwischen können!

United we stand, divided we fall!

Weil Soldaten morden…

…GELÖBNIX!

Wir dokumentieren im Folgenden den Aufruf gegen das geplante Militärspektakel in München. Denn die Ideen der Reaktion – der Militarismus, der Geschichtsrevisionismus und der Chauvinismus – sind wieder auf dem Vormarsch!

„“"Donnerstag 30.07.2009 14 Uhr, Marienplatz München:
Bundeswehr wegtreten! Gelöbnis stören und verhindern!

Hunderte deutsche Soldaten, vielleicht auch ein paar Soldatinnen, werden sich am 30. Juli in München versammeln und feierlich geloben für den Standort Deutschland zu morden, vielleicht auch zu sterben. Sie werden vorführen, wie ein Militär seine Soldat_innen will: Uniformiert, gehorsam, bewaffnet, stramm und aufrecht und immer schön in Reih und Glied. Diese ästhetische Zumutung soll die Öffentlichkeit auf „ihr“ Militär einschwören, soll Verbundenheit zwischen der Zivilbevölkerung und der Mördertruppe schaffen.

Nicht mit uns!
Nicht allein aus Gründen des guten Geschmacks werden wir diese militaristische Inszenierung angreifen.

Die Bundeswehr ist kein technisches Hilfswerk mit Knarre, vielmehr führt sie weltweit Krieg für die „Sicherung des Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt“ (verteidigungspolitische Richtlinien der Bundeswehr): In Afghanistan töten die westlichen Besatzungstruppen täglich Menschen. Die Bundeswehr ist mit Tornados, Bodentruppen und als Ausbilder der lokalen Truppen aktiv dabei. Die so durchgesetzte Wirtschaftspolitik der Besatzungsmächte stabilisiert die Verarmung der afghanischen Bevölkerung, die sich in den letzten Jahren dramatisch zugespitzt hat. Vor der Küste Somalias beschützen deutsche Kriegsschiffe die Transportrouten des kapitalistischen Welthandels vor Pirat_innen – Leute, die sich in einem der ärmsten Länder der Welt zumindest einen Bruchteil der Reichtümer abzweigen wollen die vor ihrer Küste vorbeifahren.

In Zeiten der Krise zerbrechen sich hohe Militärs weltweit den Kopf darüber, wie sich soziale Unruhen militärisch kontrollieren und niederhalten lassen. Denn es sind weltweit immer mehr Menschen, die unter den kapitalistischen Verhältnissen jeglicher Existenzgrundlage beraubt werden und sich gegen diese Politik wehren. Unsere Perspektive heißt weltweiter Kampf um Befreiung gegen Krieg und Repression.
Militär funktioniert nur mit Rückgriff auf patriarchale Bilder soldatischer Männlichkeit, die uniformierte Männer gerade an den Menschen in besetzten Ländern brutal ausleben. Überall, wo Krieg und Besatzung den Alltag der Menschen bestimmen, nehmen Gewalt gegen Frauen und Mädchen und alle, die nicht in die jeweilige patriarchale Norm passen, zu, sei es durch marodierendes Militär oder durch Zwangsprostitution.

Darum: Militärische Männerbünde auflösen!

Die Bundeswehr wird auch in Deutschland selbst wieder im Inneren eingesetzt – etwa bei der WM 2006 oder dem G8-Gipfel 2007, die „zivil-militärische“ Zusammenarbeit wird intensiviert. Auch hier behält sich der Staat vor, soziale Unruhen und Streiks notfalls auch militärisch niederzuschlagen.

Im Zeichen steigender Erwerbslosigkeit präsentiert sich die Bundeswehr als „krisensicherer Arbeitgeber“. Mit Werbe-Rekrutierungsveranstaltungen an Schulen und auf Arbeitsämtern soll Jugendlichen die Perspektive schmackhaft gemacht werden, sich angesichts schlechter Job-Perspektiven als Kanonenfutter für den deutschen Imperialismus herzugeben. Nicht mit uns! Keine Frau und keinen Mann für die Kriege der Herrschenden! Desertieren statt Marschieren!

Veranstaltungen wie das Bundeswehrgelöbnis am 30. Juli in München dienen dazu, die Präsenz des Militärs Alltag und im öffentlichen Raum zu Normalisieren und Akzeptanz und Loyalität für mörderische Kriege zu schaffen.

Nicht mit uns! Keine Bundeswehr im öffentlichen Raum, keine Bundeswehr nirgendwo!

Wir rufen auf: Kommt am Donnerstag, 30. Juli zum Marienplatz! Tragt eure Wut gegen das militaristische Spektakel der Bundeswehr auf die Straße!

Sorgt für größtmöglichen Krach und Unruhe! Stört und verhindert das Bundeswehrgelöbnis!“"“



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