Archiv für Mai 2009

Ihr greift uns an? Wir notwehren uns!

Ihr wollt uns verletzen? Dann heult nicht, wenn ihr was abkriegt!
Ihr wollt uns festnehmen? Wir wehren uns!
Ihr schickt die Kinder vom USK? Schickt das nächste Mal Profis, wenn wir kommen!

Angefangen hat es dunkelbunt, friedlich, weltoffen; trotz schikanöser Auflagen war die Demo stark wie nie zuvor. Auf der aus der Innenstadt verbannten Route liefen über 400 AntifaschistInnen mit Fahnen, Schildern und sogar Seitentransparenten und zeigten Coburg, wie demonstriert wird. Sonst eher von Latschdemos gelangweilt, brachte das dann auch jede menge Beachtung – nicht nur von BürgerInnen, sondern auch von Neonazis und Polizei. Letztere mussten sich dann natürlich – wie in Bayern gewohnt – als Demokratiefeinde, Stresser und sogar Gewalttäter profilieren. Nach kontinuierlichen Rangeleien am Rand der gesamten Demo kam es bei der Abschlusskundgebung am Marktplatz zur polizeilich geplanten Eskalation, um mit Festnahmen und Körperverletzungen die extrem hoch angesetzte Gefahrenlage zu rechtfertigen. Wir bedauern nicht, dass im Rahmen unserer Notwehr dann der ein oder andere Beamte in die Knie gezwungen wurde! Ihr habt die Gewalt gegen uns geplant – wir haben uns das nicht gefallen lassen! Dass es im Rahmen der bereits im Vorfeld angekündigten Eskalationsstrategie zu Festnahmen kommen musste, erstaunt uns nicht – dafür wächst mit jedem Mal unsere Wut um ein kleines Stückchen! Wir freuen uns auf nächstes Jahr, wenn erst einmal das Kräftegleichgewicht hergestellt ist. Und wie stets verbleiben wir mit:
Heraus gegen den Coburger Convent!

Demoroute verboten

Das skandalöse Verbot der Demoroute wurde gerichtlich bestätigt. Wundern tut uns das in Bayern nicht; aber wütend macht es uns. Mit fadenscheinigen Begründungen à la „zu wenig Platz in der Innenstadt“ und „Schaufenster könnten zu bruch gehen“ hat das Ordnungsamt uns das, was vom Recht auf Versammlungsfreiheit noch geblieben ist, genommen.
Startpunk ist wie die letzten Jahre vor der Angerturnhalle. Die Route kann mensch sich HIER ansehen.

Kommt, macht mit! Im Angesicht der Schikanen wird Coburg eine kämpferische und entschlossene Demo erleben!

Es geht los!

 alt=Coburg hat sich wieder mal so richtig herausgeputzt. Das ohnehin schon saubere Stadtbild glänzt noch ein Stückchen mehr, die Punker sind vom Ordnungsamt aus dem Hofgarten entfernt worden, die Polizei patrouliert in ihren schicken 5er BMWs und überall wehen die Fahnen des CCs im frühlingshaften Wind. Heute ist der große Tag; heute marschieren die Korporierten in der einst ersten Stadt mit NSDAP-Bürgermeister ein und Mann kann sich wieder fühlen wie in deutschen Zeiten.
Aber auch wir sind bereit: die finale Infoveranstaltung in Coburg ist vor großem Publikum und Ziften absolviert und wer jetzt noch nicht weiß, um was es geht, ist selbst schuld. Wir jedenfalls werden agitieren, kritisieren und natürlich demonstrieren.
Damit auch alles geordnet über die Bühne geht, gibt es einen Aktionsplan und ein Infotelefon, welches so rund wie möglich um die Uhr erreichbar ist. Kleiner Unsicherheitsfaktor (vor allem für die Ordnungskräfte) ist immernoch die Demoroute für Samstag. Wir sind da noch am klagen.

Ansonsten freuen wir uns auf die Gäste von Auswärts, ganz besonders natürlich auf die Berliner Antifa. Aber im Ernst: Dieses Jahr wird ein Fanal für den Widerstand gegen die Reaktion; nichts ist vergessen, nichts ist vergeben! Die Zukunft gehört uns!
Heraus gegen den Coburger Convent!

Berlin ist Wunschgegner

Dass es noch Buskarten gibt, muss nicht nochmal erwähnt werden; Aber vielleicht das hier:
http://www.np-coburg.de/nachrichten/lokal/coburg/art2394,954568

Ein Coburger Bürger kommentiert das so:

„Und wer darf euren „antifaschistischen“ Kindergeburtstagsauflug nach Franken ausbaden? Die Stadt Coburg und ihre Bevölkerung.
Echt stark. Preußenabschaum!“
Na wenn das kein Ansporn ist!

Auch interessant:
Vor kurzem erreichte uns eine Nachricht von einem offensichtlichen Neonazi.
Dieser nannte sich „Berserker“ und faselte, neben dem üblichen Nazi-Scheiß, von 100 Nazis, die angeblich am Samstag der Demonstration nach Coburg kommen wollen um uns „Wohlstandszecken mal zu zeigen wos lang geht. Sport frei!“. Diese sollen aus Sachsen und dem Raum Nürnberg anreisen.
Auch wenn wir das für Schwachsinn halten: Es werden in jedem Falle, zusätzlich zu den nationalistischen Burschis, mehr als Genug Nazis in Coburg sein.
Beim Fackelmarsch, beim Heldengedenken aber auch bei der Demo ist mit Nazi-Präsenz zu rechnen.

Kommt nach Coburg, unterstützt uns gegen die Nazis und gegen nationalistische Burschis!

Gezielte Behinderung des Protests ?!

Wie in Bayern leider üblich, versuchten Ordnungsamt und Polizei unserer Versammlungsfreiheit so manchen Stein in den Weg zu legen:
Die Angekündigten, voraussichtlich extrem restriktiven Auflagen für die Veranstaltungen wurden heute vom Ordnungsamt noch einmal verschoben. Der Grund, nämlich angeblich nicht erhaltene E-Mails, darf bezweifelt werden. Von der übertriebenen Aufblähung der Gefahrenprognose ganz zu schweigen. Hier wird versucht, die starke Restriktion zu rechtfertigen. Leider ist ein solches oder ähnliches Vorgehen üblich…

Wir halten an den bisher angemeldeten Orten und Formen des Protests fest. Wo und wie unsere Proteste stattfinden, entscheiden grundsätzlich wir selbst und nicht die Behörden. Sollten die Auflagen eines Tages noch eingehen, was wir natürlich nicht hoffen ;-) … werden wir angemessen darauf reagieren. Ihr bleibt über eventuelle Änderungen auf dem Laufenden.

Gegen den CC und nationalistische Männerbünde!
Heraus gegen den Coburger Convent!

Berliner AntifaschistInnen sind in Coburg nicht erwünscht – sie kommen trotzdem!

Nicht nur der Coburger Convent hat eine lange Geschichte, die sich kontinuierlich durch die deutschen Zeitalter zieht: auch Coburg – einst erste braune Stadt Deutschlands – scheint noch weit entfernt davon zu sein, seine Geschichte wirklich Geschichte werden zu lassen. Wie aus einem heute erschienenen Artikel der Coburger Neuen Presse

(http://www.np-coburg.de/nachrichten/lokal/coburg/art2394,954161)

ersichtlich wird, liegt wohl noch einigen Bürgern nichts ferner, als den Antifaschismus willkommen zu heißen. In dem Artikel, der fast ausschließlich Pressemitteilungen der Coburger Polizei unkommentiert zitiert oder reproduziert, werden die erwarteten anreisenden „Gäste“ als „ungebeten“ bezeichnet.
Wir finden das bezeichnend für das Demokratieverständnis der Neuen Presse! Freie Meinungsäußerung und Wahrnehmung der Grundrechte werden als störend für die deutsche Koreografie der Kleinstadt und des Pfingstkongresses des CC wahrgenommen.

Und tatsächlich (und anders kann man es angesichts des blühenden Anti-Antifaschismus in Coburg nicht mehr sagen): wo die Reaktion aufmarschiert, wo Antifaschismus als ungebeten bezeichnet wird, wo Nazi-Soldaten als Opfer bezeichnet werden, da wollen wir stören!

Deswegen: Fahrt mit nach Coburg! Für die Berliner gibt es noch ein paar Buskarten, beeilt euch also. Erhältlich in den Buchläden Schwarze Risse in Berlin zum Spottpreis.
Anfahrt am Samstag Vormittag, Rückfahrt am gleichen Tag nach der Demo.

Ganz nebenbei: ein großes Lob für die Ermittlungsarbeiten der Coburger Polizei! Ihr habt uns wahrlich durchschaut!

Infotour abgeschlossen

Die überregionale Info- und Mobilisierungstour unter dem Motto „Der Coburger Convent – eine deutsche Geschichte“ konnte an diesem letzten Wochenende vor dem Pfingstkongress des CC erfolgreich beendet werden. In zahlreichen Städten – hauptsächlich in Bayern und Thüringen sowie in Berlin – haben wir vielen Menschen unsere Kritik an Studentenverbindungen vermitteln können. Neben einem geschichtlichen Abriss, der unserer Meinung nach wichtig war, um zu zeigen, in welcher unguten Tradition der Coburger Convent steht, wurde auch über dessen heutige Politik und Ideologie referiert. So ist es gelungen, unsere radikale Kritik in linke Kreise einzubringen und ein Bewusstsein für dieses in den letzten Jahren etwas vernachlässigte Thema zu schaffen.
Gespannt sehen wir nun den Aktionen gegen den Pfingstkongress entgegen und freuen uns auf jeden, der uns tatkräftig dabei unterstützt.

In Coburg selbst wird es am Donnerstag noch eine Auftakt-Infoveranstaltung geben. Wir würden uns freuen, wenn ihr alle vorbeikommt und euch letzte Informationen gegen den CC holt, sowie eure Ideen einbringt. Jeder, der etwas an dem deutsch-nationalen Zirkus zu Pfingsten auszusetzen hat, ist herzlichst willkommen!

Auftakt-Infoveranstaltung
Wann? Donnerstag, 28.05.09, 19 Uhr
Wo? Sonderbar, Coburg

Etwas besseres als die Nation

Einheit und Freiheit
Dem 60-Jahre-BRD- und Neu-Erwachtes-Nationalbewusstsein-Wahn haben wir viel entgegenzusetzen. Während sich Politiker, Medien und auch sonst fast alle im Angesicht der kapitalistischen Realität Deutschlands mit Sekt begießen, haben wir eine Idee einer Gesellschaft, die fern des heutigen Leistungszwangs und völkischem Denken in Frieden – und das heißt tatsächlich ohne Kriege – solidarisch zusammen lebt und gemeinsam gegen die Ungerechtigkeiten dieser Welt kämpft.
Wir brauchen keine Nationen, denn sie waren schon immer das Mittel, um Menschen gegeneinander auszuspielen. Wenn wir zusammenstehen und internationalistisch denken, dann sind wir stark!
Wir brauchen auch keine Staaten; von Natur aus ist jeder Staat dazu bestimmt, die Freiheit der Menschen einzuschränken.
Am wenigsten aber brauchen wir den Kapitalismus. Wir wollen den Menschen und überhaupt die ganze Welt nicht danach beurteilt sehen, wie wirtschaftlich sie sind.

Deshalb rufen wir dazu auf, den Deutschland-Feiern entgegenzutreten. Kommt heute, am 23. Mai um 18 Uhr zur Demonstration »Etwas Besseres als die Nation — Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit.« am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin.

Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit!

PS: Wem die Analyse zu Staat, Nation und Kapitalismus zurecht etwas kurz erscheint, dem sei der Aufruf zur Demonstration unter http://einheit-und-freiheit.de/texts/view/17 empfohlen.

Was will mensch da noch sagen?

Sorry, MobivideomacherIn #1! You are dismissed! Es ist ein neues Video aufgetaucht und wir finden, es ist großartig…
gebt euch das:

Zur Erinnerung:

 alt=Dieses Jahr wird anlässlich des Pfingstkongresses des Coburger Convents ein Bus aus Berlin starten. Die Karten sind im Buchladen „Schwarze Risse“ (http://www.schwarzerisse.de/) in Kreuzberg und Prenzlauer Berg für 15 € erhältlich. Die Fahrt beginnt am 30. Mai morgens in Berlin (Ort wird noch bekannt gegeben) um rechtzeitig zur großen Demo um 14 Uhr zu kommen und fährt am selben Abend selbstverständlich wieder nach Berlin zurück.
Fahrt mit – es lohnt sich auf jeden Fall!

Zur Mobilisierung in Berlin gibt es hier Druckvorlagen für euren Eigenbedarf:
http://coburgerconvent.blogsport.de/images/flyer_ueberkleber.pdf