Archiv für November 2009

Auf allen Ebenen gegen die herrschende Logik – international

Der Kampf gegen den Coburger Convent ist auch immer der Kampf gegen Eliten. Aber auch die Bildungspolitik der bürgerlichen Parteien zielt darauf ab, die Gesellschaft in oben und unten zu Teilen. Angefangen bei der Unterteilung in Hauptschule, Realschule und Gymnasium bis hin zum kostenpflichtigen Studium wirkt alles darauf hin, die „Unterschichten“ von der Elite zu trennen. Der Bologna-Prozess tut sein übriges, um die Gesellschaft dem kapitalistischen Verwertungsprozess zugängig zu machen. alt=
Vollste Solidarität und beste Wünsche für einen erfolgreichen Widerstand gegen die Verwertungslogik gehen an die streikenden Studierenden in Österreich und Deutschland – vor allem an dieser Stelle an die FH Coburg, die Stolz sein kann, der Sache beigetreten zu sein. Wir begreifen unsere und eure Kämpfe als Einheit gegen den Kapitalismus und für eine befreite Welt jenseits von Elitedenken, Nationalismus und jeder anderen Form von Konkurrenzideologie.

Deutsche Opfer

 alt=Nicht nur beim CC wird das Heldentum der deutschen Soldaten großgeschrieben. Mittlerweile ist dieses gesellschaftlich tief verankerte Phänomen wieder bei der breiten Masse angekommen. Soldatengelöbnisse, Kriegsverdienstkreuze und der so genannte Volkstrauertag werden in den Medien und auf der Straße zelebriert. Sie alle sind Zeichen der staatlich forcierten Abkehr von der zivilen Gesellschaft hin zur militaristischen Volksgemeinschaft.
Ein wichtiger Faktor im Prozess der deutschen Militarisierung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK). 1919 versuchte er bereits, das in Folge des ersten Weltkrieges verhasste Soldatentum zu rehabilitieren. Zu diesem Zweck schuf der VDK den Volkstrauertag um die Soldaten zu Ehren, die – so ein oft zitierter Slogan – „sterben mussten, damit Deutschland lebe“. Seit dem ist dieser offizielle Feiertag der Tag der Reaktion: Reservisten, Soldaten, Korporationen, Alt- und Neonazis haben das Wort. Um so wichtiger ist der Volkstrauertag in der aktuellen Situation Deutschlands. In der Logik der Herrschenden muss ein Stück alter Ideologie wieder her, die es ermöglicht von Krieg zu reden ohne dass den Menschen dabei Bilder von Elend und Vernichtung vorschweben.
Zu diesem Anlass werden am 15. November in Berlin Neukölln Deutschlands treueste Schergen wie jedes Jahr im Garnisonsfriedhof Columbiadamm eine Opfershow inszenieren – Kameradschaft, Heldenmut und Vaterlandstreue inklusive.

Der Reaktion gilt es wie immer: Wegtreten! Geht sterben!

Für mehr Informationen sei der Aufruf zum Protest der Antifa Neukölln empfohlen. Durch hier klicken schlau werden!