Archiv für Juli 2010

Pressemitteilung aus Coburg

PM: Falsch verbunden – der CC passt nicht zum weltoffenen Hamburg

(mehr…)

Ahlhaus deutscher Musterknabe

 alt=Eine Pressemitteilung der Antifaschistischen Initiative Heidelberg (AIHD) vom 28.07.2010 bestätigt, was zu vermuten war: Der Hamburger Innensenator Christoph Ahlhaus ist ein rechter Aktivist.
Die nun bestätigte Mitgliedschaft im Lebensbund der CC-Turnerschaft Ghibellinia Heidelberg sowie die sehr rechtslastige Vita lassen ihn als Musterknaben der deutschen Rechten erscheinen. In seiner Polit-Karriere setzte er sich unter anderem für die Bestrebungen der rechtsoffenen Burschenschaft Normannia und damit auch für deren Verbindungen in die neonazistische Szene ein. Ahlhaus hatte versucht, das durch Antifaschist_Innen 1997 beendete sogenannte „Maiensingen“, eine völkisch-nationalistische Veranstaltung unter Federführung der Normannia, wiederzubeleben. Die AIHD wirft dem Innensenator des weiteren vor, sich der „nationalistischen und revisionistischen Ausfälle des CC“ sowie der „Tatsache, dass sich auf dem Haus der Ghibellinia in den 1990er Jahren ein Lesekreis der Rechtsaußen-Postille „Junge Freiheit“ traf“, bewusst gewesen zu sein. Außerdem würden „beste Kontakte bis hin ins rechtsextremistische Lager gepflegt“, so die Pressemitteilung weiter.
Auch in der Öffentlichkeit pflegt der „harte Hund“, wie Ahlhaus sich gerne selbst bezeichnet, ein mehr als fragwürdiges Image. So erklärte er bei einem Treffen von Rüstungslobbyisten und Militärs am 15.05.2009 in Heidelberg in Bezug auf den Einsatz der Bundeswehr im Inneren, dass die Trennung zwischen innerer und äußerer Sicherheit „verfassungsrechtlicher und politischer Ballast“ sei.
Und auch der Waffenstudentische Brauch des „Heldengedenkens“, bei dem die Soldaten des zweiten Weltkrieges immer wieder zu Helden verklärt werden, ist ihm eine Herzensangelegenheit. Der Coburger Convent, in dem Ahlhaus Mitglied ist, veranstaltet selbst beim jährlichen Verbandstreffen in Coburg ein derartiges Totenritual. In Heidelberg rief Ahlhaus dazu auf, am von den Nationalsozialisten erbauten „Ehrenfriedhof“ dem revisionistischen Heldengedenken beizuwohnen.
Gedenkveranstaltungen für die vom Naziregime ermordeten Widerstandskämpfer_Innen, darunter unzählige Kommunisten_Innen, sind in seinen Augen dagegen „geschmacklose Hetzveranstaltungen“. 2003 forderte Ahlhaus von der Heidelberger Stadtverwaltung, die jährliche Erinnerung an die Antifaschist_Innen zu unterbinden, da „rote Fahnen auf dem Bergfriedhof nichts zu suchen“ hätten.
Für welche Sache Christoph Ahlhaus kämpft, sollte nun endgültig klar geworden sein. Den Grünen, die in Hamburg das Bündnis mit der CDU geschlossen haben und sich bisher nicht gegen diese Politik entscheiden konnten, wurde durch Antifaschistisches Engagement nun die Entscheidung abgenommen: es bleibt nichts, als diesen Bund aufzugeben.

Die Pressemitteilung der AIHD: http://www.keine-stimme-den-nazis.org/index.php?option=com_content&task=view&id=2976&Itemid=34

Ahlhaus und CC: den Nazis die Ideologie klauen

Einer Meldung der Internetseite des Hamburger Bündnis gegen Rechts (HBgR) zufolge ist Christoph Ahlhaus, der in Hamburg wohl demnächst mit den Stimmen von CDU und Grünen zum Bürgermeister gewählt wird, offenbar Mitglied einer schlagenden Verbindung. Der selbst aus Heidelberg stammende CDU-Politiker, so Felix Krebs vom HBgR, sei nach Angaben aus korporierten Kreisen Alter Herr der CC-Turnerschaft Ghibellinia Heidelberg. Die Ghibellinia sorgte nicht zuletzt 2001 durch die Teilnahme am so genannten Maiensingen – an dem nicht nur Korporationen aus Heidelberg, sondern auch Neonazis teilnahmen – für Schlagzeilen: 2003 gerieten sie in breite öffentliche Kritik, als sie einem „Heldengedenken“ der als faschistisch geltenden Burschenschaft Normannia beiwohnten. In einer Pressemitteilung von 2001 erklärte Ahlhaus im Bewusstsein der vorgeworfenen Tatsachen: „Die CDU stellt sich ausdrücklich an die Seite der Heidelberger Studentenverbindungen…“.
Auch sonst gilt der Vierzigjährige als rechter Hardliner. Nachdem die Menschenrechtsinitiative „Jugendliche ohne Grenzen“ Ahlhaus in seiner Funktion als Innensenator 2008 und als Mensch aufgrund des „härtesten Abschieberegimes in Deutschland“ zum „Abschiebeminister“ des Jahres wählte, konnte es dieser sich nicht verkneifen: „Wenn die Wahl deutlich macht, dass die Hamburger Ausländerbehörde Recht und Gesetz konsequent durchsetzt, werte ich dies durchaus als Kompliment“.
Es bleibt abzuwarten, ob die Erkenntnis über die Korporierten-Aktivität dieses Scheusals der Hamburger Kack-Grünen Partei einen Arschtritt zu versetzen im Stande ist, oder ob die vollgeschleimten Wohlstandsschädel dieser Leute schon so hoffnungslos den Bezug zur Realität verloren haben, dass sie allen Ernstes einen Vertreter der deutsch-nationalen Reaktion zu ihrem Anführer wählen. Wundern würde es wohl keinen.

Der Artikel von Felix Krebs: http://www.keine-stimme-den-nazis.org/index.php?option=com_content&task=view&id=2965&Itemid=34