Archiv für Mai 2011

Selbst wer nichts erwartet, wird enttäuscht!

Von der im letzten Jahr stattfindenden Podiumsdiskussion mit dem Coburger Convent ist uns besonders ein Faktum gut in Erinnerung geblieben: Die fehlende Abgrenzung des CC zu Organen der neuen Rechten und auch zur NPD.

Am 31 Mai nun distanzierte sich der CC von den „Extremisten“ vom „rechtsradikalen…
Milieu“, die „sich durch Solidaritätskundgebungen versuchen dem CC anzunähern“. Doch wer nun positiv überrascht ist, der_die hat sich zu früh gefreut. Die Abgrenzung von „rechts“ geht einher mit der Abgrenzung von „links“. Auch wird eine „Politisierung des Pfingstkongresses ab(gelehnt)“.

Schon allein die Anwendung der Extremismusformel zeigt, dass der CC keinesfalls unpolitisch ist. Diese verkennt, dass die Wurzeln des so genannten „Rechtsextremismus“ in der Mitte der Gesellschaft anzutreffen sind und stellt Menschen die Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus und Sexismus hier bekämpfen, auf die selbe Stufe wie diese, die diese „Mechanismen“ völlig verinnerlicht haben. Logisch ist auch, dass wer diese Formel benutzt sich keinerlei Gedanken darüber machen kann und wird, warum es Annäherungsversuche der Neonazis gibt und immer geben wird. Konsequenterweise werden wir der Aufforderung des CC vom Pfingstkongress fernzubleiben nicht nachkommen. Gerade Stellungnahmen wie diese bestätigen uns in unserer Kritik.

Deshalb wird der CC auch in diesem Jahr vor uns keine Ruhe haben, weder durch das heranziehen von Extremismusquatsch, noch durch eine versuchte Entpolitisierung des Pfingstkongresses.

Nicht zu vergessen bleibt ein deutliches „Fuck off“ an den „Fränkischen Heimatschutz Coburg“!

Die zittierten Passagen von der Internetseite des CC im original:

Der Coburger Convent lehnt eine Politisierung des Pfingstkongresses ab
Extremisten von links und rechts unerwünscht

Seit Jahren nutzen Linksautonome den Pfingstkongress des Coburger Convents, um ihre antidemokratische und gewaltverherrlichende Ideologie zu verbreiten. Oftmals kommt es zu intolerablen Auseinandersetzungen mit der Polizei. In jüngster Vergangenheit stoßen auch Personen aus dem rechtsradikalen, ebenfalls antidemokratischen und gewaltbereiten Milieu hinzu und versuchen sich durch Solidaritätsbekundungen dem CC anzunähern. Der Coburger Convent lehnt beide Extreme ab und fordert diese auf, dem Pfingstkongress fern zu bleiben.

Erlangen kommt

Coburg darf sich offenbar auf das Kommen von companer@s aus Erlangen freuen. Ein ursprünglich auf den 12.06. angesetztes antirassistisches Fußballturnier wurde mit Verweis auf die Proteste in Coburg auf September verschoben. Wir sind über diese solidarische Geste überglücklich und freuen uns natürlich auch schon auf September.

http://antiraturnier.blogsport.de/

Vorträge und Video

Pflichtschlagend, farbentragend, reaktionär? Oft, wenn das Wort „Studentenverbindung“ fällt, wird der Begriff automatisch mit Burschenschaften, speziell der deutschen Burschenschaft, assoziiert. Doch ein Blick auf andere Verbindungstypen zeigt, dass auch diese alles andere als harmlos sind. Am Beispiel des Coburger Convent versucht der Vortrag aufzuzeigen, warum sich eine Kritik am Verbindungswesen nicht auf Burschenschaften beschränken sollte. Wie steht es mit Kontakten zu Nazis? Teilen alle Studentenverbindungen eine völkische Ideologie? Was ist eigentlich das Problem an einem Männerbund? Diesen und anderen Fragen werden wir versuchen, auf den Grund zu gehen.

26. mai 18 UHR | Jugendhaus Erlangen

1. juni 20 UHR | Bamberg, Balthasar

3. juni 19 UHR | Nürnberg, KOMM e.V., Un­te­re Sei­ten­str. 1

4. juni | Berlin

7. juni 19 UHR | Regensburg, L.E.D.E.R.E.R

…details werden ergänzt…

Und dieses coole Sprayervideo wollen wir euch nicht vorenthalten:

Mobilisiert!

Plakate und Flyer für den Widerstand gegen den Coburger Convent 2011 sind jetzt gedruckt und lieferbar. Wenn ihr die Mobilisierung bei euch vor Ort unterstützen wollt, könnt ihr bei ccnd(aet)riseup(punkt)net das Material bestellen. Über Verlinkungen von coburgerconvent.blogsport.de freuen wir uns auch immer. Dazu gibt es beispielsweise dieses Banner:

Studentische Verbindungen auflösen CC

Rock‘n'roll!

Avanti!

Es geht los: ohne zu überlegen kommen wir zu dem Schluss, dass der Pfingstkongress des CC wie jedes Jahr sabotiert werden muss. Inhaltlich und Praktisch. In unserem Aufruf legen wir dar, warum wir deshalb dieses Jahr zu direkten Aktionen in verschiedenen Städten aufrufen. Fast jede Stadt hat schließlich ein Problem mit Korporierten.

Aber auch die Samstags-Demonstration wird wieder Stadt finden. Und zwar wie immer in Coburg. Weil es keinen Pfingstkongress ohne Coburg gibt, machen wir in diese Richtung eine klare Ansage: Nehmt die Steine aus unserem Weg! Sonst jonglieren wir damit!
Und noch ein Versprechen hinterher: Von Fackelmarsch und Heldenkult haben wir schon lange genug und werden deshalb auch dieses Jahr wieder vor Ort sein.
Und weil es so schön ist, gibt es jetzt die Facebook-Seite „Studentische Verbindungen auflösen“ sowie Twitter.

facebook Button twitter Button

Zieht euch den Aufruf rein und beteiligt euch, denn wir alle wollen letztendlich:
Studentische Verbindungen auflösen

Touristisches Event?

Coburg spannt den Bogen zwischen Geschichte und Moderne, verbindet Altes gekonnt mit Neuem.“ Internetpräsenz der Stadt Coburg.

Den Pfingstkongress des Coburger Convent verbindet die Stadt Coburg scheinbar vor allem mit einem touristischen Event. Dieser ist er auch sicherlich, denn jedes Jahr belegen die Verbindungsbrüder die Hotels und sorgen in der Stadt für ein starkes finanzielles Plus. Wie dreist dabei aber vorgegangen werden kann, zeigt die Internetseite der Stadt Coburg in diesen Tagen.
Unter dem Punkt „Kunst, Kultur & Freizeit“ verklärt die Stadt das Männerbünde-Treffen zu einer normalen Veranstaltung und stellt es in die Reihe des „Samba-Festivals“ oder der Flohmärkte.
Gekonnt wird der Leserschaft verschwiegen, dass es sich beim Pfingstkongress des CC um das größte Treffen von studentischen Verbindungen handelt, bzw. dass es überhaupt studentische Verbindungen sind. Dies kann diese nur erahnen bzw. durch ein weiteres klicken auf den Link der Internetseite des CC herausfinden. Auch die Programmpunkte des Pfingstkongresses werden gekonnt vereinfacht, so dass jegliche Kritik an diesen erst gar nicht aufkommen kann.
Besagte Internetpräsenz suggeriert, dass der CC nur aus „Sportfest“, „CC-Ball im Kongresshaus“, „traditionellem Marktfest“, „Kranzniederlegungen“ und „Feierstunde des CC“ besteht. Besonders bei den Punkten „Kranzniederlegungen“ und „Feierstunde des CC“ ist die Verklärung offensichtlich.

Die Passagen im Original:
Die Kranzniederlegungen am Ehrenmal der Stadt Coburg und anschließend am Ehrenmal des Coburger Convents im Hofgarten gehören sicher zu den Fixpunkten im Ritual des CC-Pfingstkongresses.
Etwas Falsches steht hier nicht, der Grund aber wieso diese Veranstaltung stattfindet wird verschwiegen. Der CC gedenkt hier seinen Gefallenen Bundesbrüdern aus beiden Weltkriegen und verklärt dabei deutsche Täter zu Opfern.
Eine Tradition ist die Feierstunde des CC. Hierzu legt der Coburger Convent am späten Montagabend bei der nächtlichen Feierstunde auf dem Coburger Marktplatz ein Bekenntnis zur deutschen Einheit ab.
Auch hier werden gekonnt elementare Dinge weggelassen. Das der CC davor mit Fackeln und Marschmusik durch die Stadt zieht und sich hier rechter Konsens in Aktion zeigt lässt sich natürlich touristisch nicht vermarkten.
Der CC selbst freut sich auf facebook über besagten Artikel auch mit den Worten: „Unsere Kongress-Stadt wartet schon auf uns!

Auf uns wartet Sie mit Sicherheit nicht, aber wir werden trotzdem vor Ort sein!

Aufruf 2010

Der Aufruf 2010 kommt ins Archiv; der Aufruf für 2011 kommt in kürzester Kürze. Seid gespannt!

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