Montag, 20:15

Tag drei in der „gefährlichen Zone“ Coburg; Im Zeichen dieser polizeilichen Zuschreibung für das gesamte Stadtgebiet stand der gestrige Tag. Willkürliche Personenkontrollen, Festnahmen und die Ausschaffung eines Antifaschisten waren die repressiven Highlights. Teile der Coburger Jugend ließen sich davon nicht beeindrucken: uns erreichen ständig Berichte von Widerstandshandlungen gegen das deutsch-nationale Treiben. Unter den Burschis grassiert dem Vernehmen nach zunehmend die Sorge um ihre Mützen und die körperliche Unversehrtheit. Zumindest Nachts gehört die Stadt nicht mehr den Korporierten alleine. Weil das nicht reicht, war heute früh bei der Nazi-Soldaten-Ehreung am CC-Denkmal eine Gegenkundgebung organisiert. Einfallsreich wie sie sind hatten die Burschis vorsorglich einen „Gottesdienst“ angemeldet, den zu stören im Freistaat eine Straftat darstellt. Und weil im Freistaat die Polizei regiert, war es dann auch ziemlich ruhig im Hofgarten. Hoffen wir auf mehr Möglichkeiten zum Protest heute abend beim Fackelmarsch…