Archiv für Mai 2015

Erfolgreiche Störungen des Fackelmarschs!

Am gestrigen Abend starteten gegen 21.30 Uhr die Kundgebungen gegen den schaurigen Fackelmarsch, der in Coburg, die Stadt die zur NS-Zeit den Ehrentitel „ Erste nationalsozialistische Stadt Deutschlands“ trug, direkt über die ehemalige Straße der SA führt . Die Videokundgebung, auf der Bücherverbrennungen durch Burschis und Nazis in Hof und Berlin zu sehen waren, wie sie auch 1933 in Coburg geschahen und die eindeutig die Parallelen aufzeigte. Trotz starkem Regen erreichte diese zahlreiche Coburger_innen.

Am Ernstplatz versammelten sich zur gleichen Zeit mehr als 80 Antifaschist_innen, welche den vorbei marschierenden Verbindungsstudenten ihren Ärger entgegenbrachten.


Nach Beendigung der Kundgebungen, schafften es immer wieder Gruppen von Demonstrant_innen, den Fackelmarsch auf seiner Route zu stören und gelangten in Hör- und Sichtweite des Marktplatzes an dem das Spektakel, mit dem Werfen der Fackeln in die Mitte des Platzes, gipfelte.

Eine ausführliche Auswertung der Aktionstage 2015 wird es Mitte dieser Woche geben!

Vielen Dank an alle Teilnehmer_innen die mit uns dieses Wochenende den Frieden zwischen der Stadt Coburg und dem CC störte!

Stand der Dinge

Auch am Pfingstsonntag gab es ein vielseitiges Programm im Infopunkt. 40 Personen fanden sich ein, um gemeinsam bei einem reichhaltigen Buffet den Vorträgen zu folgen und angeregt zu diskutieren. Der erste Vortrag gab einen Einblick in den Aufbau unterschiedlicher Korporationen und der Kritik an selbigen. Hierbei lag der Schwerpunkt auf den Verbindungen zur neuen Rechten. Später folgte ein Vortrag über die hegemoniale Männlichkeit in Studentenverbindungen. Vor allem wurde dabei das im Milieu verbreitete soldatische Männerbild studentischer Verbindungen thematisiert. Im Anschluss wurden noch mehrere Dokus zur Thematik gezeigt. Vokü um 18 Uhr im Infopunkt. Heute Abend dann Fackelmarsch. Kommt zu den Kundgebungen! Bringt Regen mit!

Erstes Resumee zur Demo

Demo2015 Als sich um ca. 15Uhr der Demonstrationszug in Bewegung setzte waren etwa 150 Antifaschist_innen aus der weiteren Region am Start. Das ist zwar bei weitem nicht dem Ereignis, dem größten Auflauf von pflichtschlagenden Korporierten überhaupt, angemessen, aber der Tiefpunkt des vergangenen Jahres ist definitiv überwunden. Die Bullen waren erwartungsgemäß sehr stark vertreten, vor allem die Protestverhinderungsprofis vom USK, die von Anbeginn an versuchten die Demo zu schikanieren.
Laut und wütend ging es vom Bahnhofsvorplatz in die Innenstadt. Bei zwei Zwischenkundgebungen und in Redebeiträgen wurden der institutionalisierte Sexismus und Nationalismus der Männerbünde thematisiert. In Zeiten rechts-konservativer Diskursverschiebungen, die sich in der Abwehrhaltung gegenüber „Genderismus“ und vermeintlicher Islamisierung oder der Verknüpfung von Standortnationalismus und rassistischen Stereotypen bahnbricht, sind es nicht zuletzt Studentenverbindungen, die alles was dumm und falsch ist propagieren und leben. Das alles wurde in Sprechchören, auf Transparenten und in Redebeiträgen kritisiert. Für schaulustige oder zufällig umherstehende Passant_innen gab es Flyer, welche die Kritikpunkte kompakt zusammenfassen.
Der Coburger Convent versucht sich stets als unpolitisch darzustellen, vor allem um sich von der allseits verhassten DB abzugrenzen. Sieht man etwas genauer hin, entlarvt sich das Gelaber schnell als Täuschungsmanöver. Im CC gibt es sehr rechte Strömungen, denen eine Distanzierung von der DB oder eine Stellungnahme gegen Neonazis bereits zu weit geht. Man lässt sich als deutsche Elite doch nicht von den „politisch korrekten“ die Ausrichtung des Verbandes diktieren. Bereits seit Jahren gewinnt der rechte, oder besser rechtere, Flügel an Einfluss. Ein Anzeichen dafür ist auch die aktuelle Präsidierende, Turnerschaft Munichia Bayreuth, die enge Kontakte zur Thessalia zu Prag in Bayreuth pflegt. Mit den NSU-Freunden der Thessalia ist sie im lokalen Waffenring (BKC) verbandelt, schlägt mit ihr Mensuren, säuft oder trifft sich mit ihr zum Tontaubenschießen. Die Thessalia ist Gründungsmitglied der Burschenschaftlichen Gemeinschaft, in der ein biologistischer Rassismus gepflegt wird und die nicht nur neu-rechte sondern durchaus auch NS-affine Personen zu ihren Mitgliedern zählt. Nochmal zum mitschreiben: Mit denen verkehrt die aktuelle Präsidierende und behauptet gleichzeitig, man habe mit der DB nichts am Hut. Wir wussten, dass schon immer und sind dementsprechend nicht sonderlich schockiert. Das gesamte Verbindungsmilieu ist nach rechts offen und predigt lediglich eine Ablehnung von „jeglichem Extremismus“. Das bedeutet beim CC das Bedürfnis sich nach links von Antikapitalismus, Feminismus oder gar den Grünen abzugrenzen und gleichzeitig mit Nazis zu verkehren und von Großdeutschland zu träumen.

Jetzt mehr denn je: Coburg und seinen Convent angreifen! Wir sehen uns am Montag beim „Heldengedenken“ und den Gegenkundgebungen zum Fackelmarsch.

Infos für das Wochenende

Den EA könnt ihr unter der Nummer: 0176 81993898 erreichen.
Das Infotelefon hat die Nummer: 0176 98754826

Der Infopunkt (Heiligkreuzstraße 4) hat zu folgenden Zeiten geöffnet:

Freitag ab 18:30 Uhr
Samstag ab 12:00 Uhr
Sonntag ab 13:00 Uhr
Montag ab 8:00 Uhr

Der Infopunkt bleibt bis mindestens 23:00 Uhr geöffnet.

Während der Demo bzw. den Kundgebungen bleibt der Infopunkt geschlossen.

Eine Karte mit unserer Demoroute, der Route des Fackelmarsches sowie weiteren interessanten Punkten in Coburg findet gibt es hier. Einfach auf das Bild der Karte klicken, ausdrucken und morgen mit nach Coburg bringen.
Map

Der Pfingstkongress des CC ist eröffnet – die Proteste auch

Einzug Heute ist durch den Einzug der Präsidierenden Turnerschaft, die jüngst durch ihre Verbindungen zur burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG) unser Aufsehen erregte, der Pfingstkongress des Coburger Convents eröffnet wurden. Hochoffiziell übergab Bürgermeister Tessma das Rathaus an den Coburger Convent, sinnbildlich für die Kritiklosigkeit mit der man dem CC über Pfingsten die Stadt überlässt.

Freilichtkino Auch die Aktionstage gegen den Coburger Convent sind mit dem Freifilm-Kino auf dem Albertsplatz schon gestern Abend angelaufen. Über 50 Menschen die es sich mit Decken, Campingstühlen und Verpflegung bequem gemacht hatten, schauten gemeinsam den Film „ der Untertan“, die Verfilmung des gleichnamigen Roman von Heinrich Mann. Der Film illustriert in satirischer Art und Weiße den autoritären Charakter und seine Folgen.

Wir begrüßen, dass die Polizei sich vom Albertsplatz ferngehalten hat, welches zu einer angenehmeren und entspannten Atmosphäre beigetragen hat und fordern, dass die Polizei sich auch die weiteren Pfingsttage zurückhält, damit auch die weiteren Protestveranstaltung in entspannter Atmosphäre durchgeführt werden können. Damit wir unseren Protest gegen elitäre sexistische Männerbunde auch die weiteren Aktionstage deutlich auf die Straßen in Coburg tragen können!

Wir sehen uns auf der Straße:

Samstag 14.00 Uhr Demo Bahnhofsvorplatz

Montag 21.30 Uhr Antifaschistische Kundgebung am Ernstplatz

Montag 22.00 Uhr Videokundgebung Mohrenstraße Ecke Georgengasse

Infotelefon / EA

Ab jetzt zu erreichen (steht auch noch einmal rechts oben in der Infobox):

EA: 017681993898
Info: 017698754826

Uhrzeiten aktualisiert

Nun findet Ihr alle Uhrzeiten zu unseren Programmpunkten und die Öffnungszeiten des Infopunktes(Heiligkreuzstraße 4) unter „Termine“.

Uhrzeiten aktualisiert

Nun findet Ihr alle Uhrzeiten zu unseren Programmpunkten und die Öffnungszeiten des Infopunktes(Heiligkreuzstraße 4) unter „Termine“.

Präsidierende des CCs klüngeln mit rechtem Rand der DB

Am Dienstag ist im Antifaschistischen Infoblatt ein Artikel erschienen, der auf Verbindungen zwischen der Präsidierenden des CCs Turnerschaft Munichia Bayreuth und der extrem rechten Burschenschaft Thessalia zu Prag in Bayreuth eingeht. Die B! Thessalia ist für ihren offenen Rassismus und ihre Verbindungen ins neofaschistische Milieu bekannt. Der Artikel „Heil Thessalia! Heil Munichia!“ dokumentiert, dass sich die Munichia sich nicht nur im selben Waffenring mit der Verbindung der völkischen Burschenschaftlichen Gemeinschaft befindet, sondern auch den scheinbar freundschaftlichen Umgang mit Rassisten der Thessalia bei Bier oder Tontaubenschießen pflegt.

Aktuelles

Das Pfingstwochenende rückt immer näher, wir haben auf der Seite „Termine“ einiges aktualisiert.

Die ersten beiden Programmpunkte stehen schon vor der Demo am Samstag an, einmal Donnerstag das Freifilmkino mit „Der Untertan“ und am Freitag ein Vortrag über die „Rote-Hilfe“.

Der Untertan

Die historische Satire von Heinrich Mann

Diederich Heßling ist ein verweichlichtes,autoritätsgehöriges Kind, das sich vor allem füchtet. Doch bald schon erkennt er, dass man der Macht dienen muss, wenn mann selbst Macht ausüben will. Nach oben buckeln und nach unten treten wird von nun an seine Lebensmaxime. So macht er seinen Weg als Student in Berlin und später als Geschäftsmann in seiner Papierfabrik in Netzig. Dem Regierungspräsidenten von Wulkow untertänig, weiß er sich dessen Beistand sicher. So denuznziert er seinen Konkurrenten und schmiedet einen betürgerischen Komplott mit den korrumpierten Sozialdemokraten im Stadtrat. Auf seiner Hochzeitsreise mit der reichen Guste nach Italien bekommt er endlich die Gelegenheit, seinem Kaiser einen Dienst zu erweisen. Und schließlich geht sein größter Wunsch in Erfüllung: die Einweihung eines Kaiserdenkmals, bei der er die Festansprache hält – ordensgeschmückt. Bis ein Gewitter hereinbricht.

Vortrag der Roten Hilfe Südthüringen

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Geschichte der Roten Hilfe und wird beleuchten, mit welchen Mitteln, Tricks und Methoden staatliche Institutionen wie Verfassungsschutz oder die Polizei immer wieder versuchen antifaschtische Strukturen oder politisch aktive Menschen einzuschüchtern und mit Repression zu überziehen.

Weiter Infos folgen im laufe der Woche, bis dahin spread the message: den Burschis ihren Convent vermiesen!