Coburg und seinen Convent stören.

Mit dem frühen Sommer ergießt sich bald wieder ein Strom rechter Studenten über Coburg. Wie jedes Jahr zu Pfingsten werden tausende Mitglieder des Coburger Convent ihr großes deutsch-nationales Fest in den Armen der ansässigen Bürger feiern. Saufgelage, Nazi-Verehrungen, Fackelmarsch und Deutschlandlied werden wieder das Stadtbild für vier Tage dominieren. Mittendrin der Bürgermeister, seine regierende SPD, Faschos vom Freien Netz Süd und jede Menge andere widerliche Zeitgenossen. Menschen, die dem Treiben kritisch gegenüberstehen und aktiv dagegen arbeiten, werden von allen Seiten Steine in den Weg gelegt.

Was machen mit den Steinen?

Dieses Jahr stellt sich für die dort aktiven Antifaschist_innen mehr denn je die Frage, welche Zukunft der Widerstand in Coburg gegen dieses größte aller Korporierten-Treffen hat. Die letzten Jahre haben nach einem anfänglichen Aufschwung in den lokalen Strukturen viele Rückschläge gebracht. Während es in vielen Städten zum guten Ton gehört, Studentenverbindungen aus der Öffentlichkeit zu verbannen, hat sich in Coburg seit Jahrzehnten nichts dergleichen getan.
Während Hamburgs ehemaliger Bürgermeister 2010 aufgrund seiner Mitgliedschaft in einer Verbindung des CC einem bundesweiten Sperrfeuer von Anschuldigungen ausgesetzt war und letztendlich scheiterte, kann dessen Coburger Äquivalent trotz inniger Beziehungen zum ganzen Dachverband weiterhin auf scheinbar uneingeschränkten Rückhalt seines Stimmvolkes zählen.
Während in Bielefeld ungestört gegen eine Feier von lokalen Studentenverbindungen demonstriert wird, werden sicher auch dieses Jahr in Coburg die polizeilichen Spezialeinheiten gegen die zumeist jungen Antifaschist_innen in Stellung gebracht werden.
Während sich in Berlin Verbindungsstudenten immernoch am besten unauffällig verhalten, schmeißen die Selbigen im Schatten des einst ersten Rathaus unter dem Hakenkreuz mit nationalistischen Phrasen und Bierkrügen um sich. Und die ganze Stadt kriecht im Glanz ihrer Fackeln hinterher, um die bestehende Ordnung zu wahren.
Es wurde einiges Versucht, das zu ändern. Neben Infoveranstaltungen, Diskussionen und Pressearbeit gab es immer wieder öffentlichen Protest. Jedes Jahr mussten Teilnehmer_innen Verfolgungen durch Polizei und Justiz ertragen. Ein geplanter Gegenkongress in der Stadt scheiterte sogar daran, dass der Staatsschutz bei Betreibern relevanter Örtlichkeiten derart drohte, dass am Ende niemand bereit war, Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Wir haben also langsam die Schnauze voll.

Direkte Aktionen.

Da in der generellen Mobilisierung gegen Studentenverbindungen in letzter Zeit jedoch viele Fortschritte zu bemerken sind, ist eine breite Unterstützung der Aktivitäten gegen den Coburger Convent zu erwarten. In zahlreichen Städten im gesamten Bundesgebiet haben Informationsveranstaltungen und Kampagnen zu einem starken Bewusstsein über die Problematik der elitären Männerbünde beigetragen. Wir rufen daher alle Antisexist_innen, Antifaschist_innen, Linke und sonstige Unterstützer_innen der Mobilisierung gegen Studentenverbindungen dazu auf, im Zeitraum vom 11. bis zum 14. Juni direkte Aktionen durchzuführen. In beinahe jeder größeren Stadt in Deutschland und Österreich sind Korporierte – mal mehr mal weniger offen – zu treffen. Allen gemein ist ihre nationalistische Gesinnung, ihr sexistisches Weltbild, die Glorifizierung des Krieges und ihr ausgeprägter Sinn für den Klassenkampf von oben.

Seid aktiv!
Wir rufen dazu auf, am Samstag, den 11. Juni um 14 Uhr zur überregionalen Demonstration nach Coburg zu kommen. Des weiteren werden Demonstrationen gegen das Soldaten-Gedenken im Hofgarten und den Fackelmarsch am Montag, den 13. Juni stattfinden.

Für ein Zeichen des Antifaschismus!
Studentische Verbindungen auflösen!

Heldengedenken

Am Montagmorgen werden wieder hunderte von Verbindungsbrüdern das revisionistische Heldengedenken veranstalten. Zur kritischen Untermalung dieser verachtenswerten Veranstaltung wird ab 10 Uhr am rosa Brunnen im Coburger Hofgarten eine Kundgebung stattfinden. Werdet laut gegen Geschichtsrevisionismus und Opferkult!

Vom Gedenken und den Helden…

Der ganze Spaß beginnt für die Chargierten schon damit, dass sie mal wieder Vollwichs anziehen dürfen, sich ihre Fahnen schnappen, und mit dem restlichen Haufen am Schlossplatz sammeln, um gemeinsam den Weg zum Drei-Schwerter-Denkmal durch den Hofgarten anzutreten. Zwischendurch darf natürlich die ein oder andere militaristische Pose nicht fehlen, wenn man doch selbst gerade nicht in deutschlandausweitenden Schlachten kämpfen darf. Am, schon aus sich aus, nicht nur unästhetischen sondern von der Aussage her nach Faschismus schreiendem Denkmal kommen dann die Chargierten zu ihrem inneren Höhepunkt, indem sie Kränze im Trauerflor zu Füßen der drei “arischen”, kampfgebildeten Körper legen dürfen. Aber es kommt noch schlimmer: „Jeder dieser Männer symbolisiert einen Begriff des Wahlspruchs der Deutschen Landsmannschaften: Ehre – Freundschaft – Vaterland“; sie gemeinsam vereint bilden die in Stein gemeißelte Männlichkeit. In der Rede von 2010 wurde von der „Bewältigung der beiden Kriege und den damit einhergehenden Verlusten, die alle Verbindungen und die Gesellschaft erleiden mussten“ geredet. Was dies für studentische Verbindungen heißt ist offensichtlich und damit unsere Kritik.

…und es bleibt dabei: Deutsche Täter_innen sind keine Opfer!

Die Gesellschaft musste keineswegs den Krieg erleiden, sie hat ihn zu großen Teilen gewollt, getragen und bis zum Ende gemordet, geraubt und vergast. Was der CC hier also vorantreibt, wird jedes Jahr nur allzu deutlich: die deutschen Täter_innen werden zu bloßen Opfern stilisiert. Auschwitz nimmt die Rolle eines geschichtlichen Nebenschauplatzes ein, der nicht einmal Erwähnung in den Reden findet.
Die Opfer verhöhnend, die Geschichte verklärend, erweist der CC den Tätern die Ehre: man trauert um die gefallenen Verbindungsbrüder, also jene Soldaten, die für den Jubelzug des Nationalismus und deutschen Imperialismus und den rasseideologischen Raub- und Vernichtungskrieg der Nationalsozialisten ihr Leben gegeben haben. Ehre also denen, die aus der Überzeugung heraus, Deutschland einen „Platz an der Sonne“ zu verschaffen und der Überlegenheit der „arischen Rasse“, jubelnd in die beiden Weltkriege gezogen sind.

Ehre Freundschaft Vaterland – 3 Ursprünge der revisionistischen Praxis

Dies geschieht wohlgemerkt nicht durch fehlendes geschichtliches Wissen, sondern aus bewusstem politischen Kalkül. Die Antriebsmomente für die bewusste Verklärung des Faschismus finden sich auch auf dem Denkmal des Schauspiels wieder: Ehre-Freundschaft-Vaterland.

Ehre…

Der Ehrbegriff des CC´s ist eng verbunden mit ihrem Idealbild des Soldaten. Beflügelt mit jeder Menge Ritterlichkeit kämpft er bis zum Tod für seine konstruierte Gemeinschaft. Der deutsche Militarismus ist aufgrund seiner faschistischen Eskapaden leider nicht mehr so en vogue, wie es der CC gerne hätte.
Also was tun ? Geschichte relativieren, umdichten, verdrehen…

Damit man sich weiterhin dem militaristischen Spektakel und dem soldatischen Ideal grenzenlos hingeben kann, muss man sich vom Massenmord, an dem das deutsche Militär erheblichen Anteil hatte, reinwaschen.
Also schnell die Täter zu Opfern gemacht, den Säbel geputzt und weiter geht’s mit dem militaristischen Vergnügen.

…Freundschaft…

Zu einem der Grundpfeiler des CCs gehört das Lebensbundprinzip. Den Verbindungsbrüdern vereint eine lebenslange Freundschaft, also auch mit all denen, die zu Zeiten des aufblühenden Faschismus dem Nationalsozialistischen deutschen Studentenbund (NSDStB) angehörten. Das Klüngeln mit Faschisten lässt sich in der Öffentlichkeit allerdings weniger gut verkaufen.
Also was tun ? Geschichte relativieren, umdichten, verdrehen…
Konstruiert wird ein Bild des verirrten und verführten Verbindungsbruders, der aus Zwang und nicht aus Überzeugung den Weg zu den faschistischen Organisationen fand. Der Verbindungsbruder, der von den Nazis benutzt und von den Alliierten ermordet wurde, und natürlich von all dem nichts gewusst hat. Auch die Rede von einem Verbot der Verbindungen entpuppt sich als Lüge, da sie sich meist aus freien Stücken und mit voller Begeisterung unter den NSDStB eingliederten und dort weiter existieren konnten.
Also schnell die Täter zu Opfern gemacht, Klüngel gebildet, Posten übernommen.

…Vaterland…

Nun stellt sich dem CC nur noch eine Hürde, um sich der korporierten Ideologie wieder vollends hingeben zu können: Deutschland hat durch die Massenvernichtung der Shoa alles Anrecht, durch ein staatliches Konstrukt geschützt zu werden verwirkt. Die alleinige Existenz Deutschlands ist ein Skandal. Eine gesunde Vaterlandsliebe zu einem Land, welches für die industrielle Ermordung von Millionen verantwortlich ist, ist schwer nachvollziehbar.
Also was tun ? Geschichte relativieren, umdichten, verdrehen…

Geschichte wird als monolithischer Block und abgeschlossener Prozess begriffen. Der Faschismus, der 1933 urplötzlich vom Himmel gefallen ist, ist mit der Gründung der BRD anscheinend genauso schnell wieder aus den Köpfen des schuldigen Volkes verschwunden. Nicht trotz sondern wegen Auschwitz erhält Deutschland seine neue Stärke, das so auch wieder eine internationale Führungsrolle einnehmen kann und muss. Also genau die richtige Gemeinschaft, unter der sich der Verbindungsstudent unterordnen kann, will und soll.
Also schnell die Täter zu Mitläufern und Opfern gemacht, deutsche Schuld reingewaschen, Vaterlandsliebe wieder hergestellt.

…als grenzenlose Identität.

Während das Heldengedenken bei uns puren Ekel hervorruft, ist es für den Coburger Convent identitätsstiftend. Jedes Mitglied soll sich mit dem geschichtsrevisionistischen Irrsinn identifizieren können, nicht auf die Idee kommen, ihn zu hinterfragen und beständig reproduzieren.
Denn nur durch die geschichtsrevisionistischen Anstrengungen gelingt es, ein neues Nationalbewusstsein zu etablieren. Das Heldengedenken des CCs reiht sich ein in einen gesamtgesellschaftlichen Prozess der geschichtlichen Scheinaufarbeitung, der es wieder ermöglicht ein gesundes Bewusstsein zur Nation herzustellen.
Für das Programm des Pfingstkongresses wird dieses sogar zur Notwendigkeit, denn am Abend wird jene Liebe zu Deutschland dringend benötigt. CCler, Nazis und Vertreter_innen der Coburger Bevölkerung feiern beim Fackelmarsch mal wieder Vaterland, Deutschland und die Nation.

Deutschland war, ist und wird ein unästhetisches Gebilde sein, welches mit seiner revisionistische Gedenkkultur einer Aufarbeitung des Faschismus und damit einer möglichen Emanzipation im Weg steht.
Studentische Verbindungen vereint eine Ideologie, die auf Untertanenmentalität aufbaut und damit eine notwendige Individualität verhindert.
Der CC veranstaltet mit dem Heldengedenken einen Geschichtsrevisionismus besonderer Couleur, der den gesellschaftlichen Konsens um einiges überbietet.

Deshalb…

Geschichtsrevisionismus stoppen.
Opfermythen brechen.
Heldengedenken stören.


ab 10 Uhr
Herzog-Alfred Brunnen im Hofgarten
Coburg

Vom Fackelmarsch zur Volksgemeinschaft

Höhepunkt des Pfingstkongresses ist der Fackelmarsch, an dem jedes Jahr von Montag auf Dienstagnacht tausende Korporierte mit Uniformen, Säbeln und Fackeln, begleitet von Marschmusik durch die Provinzstadt ziehen. Das gruslige Spektakel zeigt den rechten Konsens in Aktion und präsentiert ein schauriges Konglomerat, gebildet aus tausenden CC´lern, Neonazis und dem bürgerlichen deutschen Mob, der sich anscheinend alles anschaut, Hauptsache es ist mal wieder was los.
In der traurigen Zuspitzung des widerlichen Spektakels treffen sich alle auf dem Marktplatz. Dort angekommen werden die Fackeln in hohem Bogen in die Mitte des Platzes geworfen, wo sie sich schließlich zu einem Flammenmeer vereinen. Darauf folgend bilden die Uniformierten dann wieder eine Formation, um die Ansprache des Vorsitzenden der präsidierenden Landsmannschaft entgegen zunehmen. Um dabei und anschließend in der beeindruckenden Symbiose aus Lokalpolitiker_innen, Neonazis und Coburger Bürger_innen „ihr“ Deutschland abzufeiern, indem sie mit Inbrunst das zu ihrem Leidwesens neuerdings nur aus einem Teil bestehende Deutschlandlied anstimmen. Nur der Widerstand muss draußen bleiben, doch dies soll sich dieses Jahr ändern…

Als Geburtsstunde der Deutschen Studentenverbindungen gilt das erste Wartburgfest 1817. Initiiert wurde das menschenverachtende Treiben unter anderem von Friedrich Ludwig Jahn, aus dessen Turnerbewegung, schließlich die Turnerschaften gegründet worden sind, die sich heute im Coburger Convent wiederfinden. Noch heute findet Jahn als „Turnvater“ allenthalben Bewunderung. Schon beim Wartburgfest zeigte sich der antisemitische Vernichtungswille des deutschen Verbindungswesens, den das deutsche Mordkollektiv später in die Tat umsetzen sollte. Offen hetzte man hier gegen Jüdinnen und Juden und vollzog am Rande eine Bücherverbrennung, von Bücher, die als undeutsch, antinational oder aus ihrer Sicht reaktionär galten , schlichtweg von Jüd_innen geschrieben wurden oder sich gegen den herrschenden Antisemitismus wanden. Allgemein kann man sagen, dass die heute oft hochgehaltene Aussage, die studentischen Verbindungen hätten dem Widerstand näher gestanden als der NS-Ideologie, schlichtweg falsch ist. Im Gegenteil trugen die Korporierten nicht unerheblich zum Erstarken des deutschen Antisemitismus Anfang des 20. Jahrhunderts bei, der bekanntlich in einer historisch singulären Barbarei kulminierte. Eine echte Beschäftigung mit seiner eigenen Geschichte zur Zeit des Nationalsozialismus hält der CC natürlich nicht für notwendig, dies würde auch eine Reflektion der eigenen Positionen mit einschließen, eine gedankliche Ebene die sich bei studentischen Verbindungen ohnehin keiner großen Beliebtheit erfreut. Ebenso wie sie an ihren zweifelhaften Tugenden Freundschaft, Ehre, Vaterland festhalten, führen sie auch ihren Fackelmarsch weiter traditionell und ohne Rücksicht darauf durch, dass vor nicht allzu langer Zeit auf ähnlicher Route die SA die gleiche Art Masseninszenierung durchführte. Mit ihren Riten reproduziert der CC einen Teil des antisemitischen Geistes des Wartburgfestes weiter. Zwar werden es diesmal keine Bücher sein, die sich im Feuerkreis vereinen, sondern die Fackeln hunderter, angetrunkener Chargierter, doch das Bild, welches sich für die_den Betrachter_in ergibt, bleibt ähnlich. Als kritisch denkender Mensch wird einem zwangsläufig ein Schauer über den Rücken laufen, wenn tausende stolze Deutsche mittels eines Fackelmarsches ihrem nationalen Taumel frönen. Die Assoziation von Uniformierten, die mit Marschmusik, Fackeln und ganz viel Nationalstolz durch die Straßen ziehen, mit der NS-Zeit ist nahezu zwangsläufig. Besonders in Coburg muss man sich einer solchen Verbindung aufgrund der tiefbraunen Vergangenheit der Stadt bewusst sein. Schon 1922 zog die SA mit Hakenkreuzfahnen und musikalischer Begleitung über die Mohrenstraße, ähnlich der Strecke, die die Korporierten jährlich bestreiten. Nach blutigen Straßenschlachten zwischen den 650 SA-Männern und Linken hielt Hitler eine Rede im Hofbräuhaus. Dieses grausame Ereignis würdigte er später als „Zug nach Koburg“ in „Mein Kampf“.
Wie ist es also möglich, dass auch heute noch sich selbst als „deutsch“ definierende Männer mit Fackeln und Waffen in einer Stadt mit derart widerlicher Nazivergangenheit ihre veralteten Riten aufrecht erhalten können? Auch wenn der CC Ähnlichkeiten mit faschistischen Bräuchen stets abstreitet, transportiert der Fackelmarsch am Pfingstmontag nationalistische sowie militaristische Inhalte. Überschneidungen mit Naziritualen werden dabei zumindest billigend in Kauf genommen. Den im CC ausgelebten Nationalismus lohnt es sich hierbei genauer unter die Lupe zu nehmen. Allein der Wahlspruch „Vaterland“ macht den mehr als positiven Bezug auf die „eigene“ Nation deutlich. Als elitenbildende Vereinigung will der CC möglichst viele wichtige Ämter mit „national gesinnten“ Männern besetzen. Der CC nimmt heute zwar – was sie dann Toleranzprinzip nennen – auch sog. Ausländer auf, dennoch stellt sich tendenziell eine Geringschätzung für „Nichtdeutsche“ ein. Exklusion als dem Nationalismus generell immanent tritt auch hier auf. Der in der Gesellschaft ohnehin latent vorhandene Nationalismus, der sich auch mal gerne in Szene setzt – sei es, wenn Horden stolzer Deutscher bei Anlässen wie der Fußballweltmeisterschaft regelmäßig in einen nationalen Taumel verfallen, oder wenn die deutsche Bevölkerung mal wieder aufgerufen wird, zu wählen, wer für die nächsten Jahre über sie herrscht – ist im CC in verstärkter Form vorzufinden. In Szene setzen tun sie das genauso gerne wie die deutsche Restgesellschaft, so z.B. eben beim Fackelmarsch, aber auch bei ihrem geschichtsrevisionistischen Heldengedenken. Dass ihr Nationalismusbegriff ein völkischer ist, erkennt man nicht zuletzt dadurch dass auch österreichische Studenten in der volksdeutschen Studentencommunity willkommen sind, und dass sie regelmäßig den im zweiten Weltkrieg „verlorenen deutschen Gebieten“ hinterhertrauern. Dass Nationen bloß Konstrukte sind, darauf müsste man den CC-ler einmal ebenso hinweisen wie darauf, dass es um Deutschland nichts, aber auch gar nichts, zu trauern gibt. Wir danken vielmehr den alliierten Siegermächten dafür dass sie die Deutschen von der fortwährenden Auslebung ihres Vernichtungswahns abhalten konnten, und finden, dass jedes geschichtsrevisionistische Denkmal einen schicken pinken Anstrich verdient hätte, bzw. gleich ganz abgerissen gehört. Nicht zuletzt deshalb, weil wir uns der deutschen Geschichte bewusst sind, halten wir es für unsere Aufgabe, uns dem deutschnationalen Treiben auch nächsten Montag entgegenzustellen, und den Fackelträgern den Tag zu versauen !
Werdet aktiv gegen das nationalistische Treiben des CCs. Stört wo und wie ihr könnt. Es wurden zwei Kundegbungen angemeldet, um eine Bewegungfreiheit in der innenstadt zu ermöglichen.Nutzt dies, oder nehmt die Kundgebungen als legitimen Zufluchtsort des Protests.

Fackelmärsche stören!
Deutschland abfackeln!
Studentische Verbindungen auflösen!
Kungebungen jeweils ab 22Uhr Spitalor, Georgengasse , und immer wieder Coburg…

MIND THE NAZIS!!!und lauft nicht allein durch die Stadt…